Schweissbandwettenkonzert
15.01.2005, Burg Satzvey

Keiner hätte gedacht, dass ein kleines verschwitztes Schweißband für so viel Trubel sorgen würde, und die Schelme schon gar nicht. Doch beginnen wir erst einmal von vorn: es begab sich im Jahre 2004. Da saßen ein paar lustige Gesellen in gemütlicher Runde und zechten und zechten und zechten… Nachdem die Blicke schon etwas verschleiert und die Zunge locker geworden waren, lenkte sich das Gespräch in eine Richtung, die ein unglaubliches Ende nehmen sollte. Eine Wette wurde abgeschlossen: Rimbsbold von Tiefentanns' getragenes und verschwitztes Schweißband sollte bei einem sehr bekannten Auktionsportal versteigert werden. Preise wurden ausgehandelt, Gegenleistungen gefordert, der Gewinn sollte für einen guten Zweck gespendet werden und alle Beteiligten waren glücklich und zufrieden… und betrunken.

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Schon nach 19 Stunden Auktion war das Schweißband mehr wert, als erhofft. Somit stand fest: Schelmish geben ein Benefizkonzert zu Gunsten der Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen Schumanek und obendrein gibt es 100 Liter Freibier für die Besucher.

Gesagt, getan!
Am 15.01.2005 öffneten sich die Tore der Burg Satzvey und Hunderte von Trink- und Tanzfreudigen stürmten Hof und Saal. Da die Veranstaltung für einen guten Zweck war, schlossen sich Die Irrlichter kurzer Hand an und machten das Publikum schon einmal heiß auf das, was sie an diesem Abend noch erwarten würde. Und das war gewaltig. Die Schelme dudelten und pfiffen zwar ohne Verstärker und die tobende Menge klatschte oftmals lauter, als Sakepharus und Fragor trommeln konnten, doch brach das der kochenden Stimmung kein Bein ab. Im Gegenteil, somit wurde noch lauter gesungen und noch mehr getanzt. Man bemerke an dieser Stelle, dass Schelmish auf Gesang verzichteten, doch fast Jeder im Saal kannte die Texte. Selbstverständlich fehlte es auch in keinster Weise an Wortwitzigkeit, den typischen schelmischen Neckereien und natürlich wurde auch gestrippt bis die Hemden flogen.

Leider, leider gab es auch eine schlechte Nachricht für alle Amsel-Fans: sie hatte an diesem Abend ihren letzten Auftritt. Ich denke, ich spreche für die Allgemeinheit, wenn ich sage: Auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft und hoffentlich viele Gastspiele mit dem "Albtraum aller Spielleute"! An ihrer Stelle begleitet "Die rote Füchsin" (Filia Irata) die lustige Truppe ein Weilchen und auch hier kann ich nur sagen: alles Gute und natürlich jede Menge Spaß!

Nachdem die Schelme ihr grandioses Konzert beendet hatten, wurde es Zeit, den Klingelbeutel, oder besser Klingelgummi, herum zu reichen. Es wurde fleißig gespendet, was den Kindern und Jugendlichen eine sehr große Hilfe sein wird. Zudem gab es noch zwei weitere Versteigerungen: Amsels getragene Socken und Irrlicht Annas BH (sämtliche Kleidungsstücke waren noch Körperwarm) gingen für einen beachtlichen Preis über den Tisch. Dieser Betrag kam ebenfalls der Einrichtung zugute.

Nach reichlichen Danksagungen, auch an Graf und Gräfin Beissel von Gymnich, ohne deren Hilfe es nie zu diesem Event gekommen wäre, wurde es plötzlich Mucksmäuschen still, eine verheißungsvolle Stimmung machte sich breit…
Und endlich, ja endlich war der Zeitpunkt gekommen, der Grund warum sich das Volk an diesem Platz versammelt hatte. Mit feierlicher Zeremonie wurde das Objekt der Begierde "Rimsbolds originales, getragenes, verschwitztes Schweißband", seinem rechtmäßigen Besitzer überreicht. Na ja, eigentlich sind es sieben Besitzer, aber so kann jeden Wochentag ein anderer das Band tragen
;-)
Ein denkwürdiger Augenblick, den niemand der Anwesenden so schnell vergessen wird, ein Abend, der sich uns allen ins Hirn gebrannt hat und an den wir uns Zeitlebens gerne erinnern werden.

Bettina Pudmensky

Es ist übrigens eine Endsumme von 3671,33 Euro zusammengekommen!
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aktualisiert: 30.03.2005