[Bilder] 11. Mai 2007 Prelistening, Konzert und Afthershowparty von und mit Saltatio Mortis - ein unvergesslicher Abend für alle

Seit nun fast einem Jahr arbeitet Saltatio Mortis nun an ihrem neuen Album. Die Fans liessen sie via Podcasts und amüsanten Berichten aus dem Studio an ihrer Arbeit teilhaben. Auf den Podcasts war die eine oder andere Melodie schon in ganz kleinen Ausschnitten zu hören und seit anfangs Jahr spielten Saltatio Mortis auch schon drei Stücke aus dem neuen Album live. Nun war es soweit, das Album war im Kasten, der Titel gefunden und das Cover stand fest. Um dies gebührend zu feiern hatten sich die Spielleute etwas ganz besonderes ausgedacht: Eine Prelistening Party für Fans und geladene Gäste! Das Ganze sollte am 11.05.2007 in Karlsruhe in der Substage stattfinden. Der Ablauf sah erst das Prelistening, dann ein Konzert und anschliessend eine Aftershow Party in der Kulturruine vor.

11.05.2007 Ankunft in Karlsruhe - weibliche Rituale müssen sein
Ein kleines Begrüssungskomitee holte mich am Bahnhof in Karlsruhe ab und nahm mich mit zum Hotel. Die Szene die nun folgt ist der Albtraum aller Männer. Sechs Frauen tummeln sich in einem Zimmer um gemeinschaftlich das Ritual der Modenschau und der Kriegsbemalung zu zelebrieren, damit das ganze einen glamourösen Touch bekommt knallen die Sektkorken. Frauen können sich schon alleine anziehen und fertig machen, doch wir Frauen sind nun mal Rudeltiere und zelebrieren gerne gemeinschaftliche Rituale. Einen Stockwerk unter dem Frauenrudel befand sich ein anderes Rudel, welches das so genannte Warmtrinken praktizierte, das hat weniger Glamour, da jenes Rudel Bier trinkt und keine Kriegsbemalung macht. Als dann alle ihre Rituale beendet hatten schritt man gemeinsam zur Substage.

Prelistening - Aus der Asche - ein neues Album ist geboren
An der Kasse wurden wir freundlich von Tourmanagerin Anja begrüsst und bekamen alle unser Konzertkarte und eine "Hundemarke". Jene Hundemarke konnte man sich auch direkt beim Eingang von Thoron lochen lassen, damit man diese dekorativ an einen Lanyard hängen konnte Die Hundemarke war so eine Art Pass für den Abend. Das Cover des neuen Albums "Aus der Asche" ziert ein brennender Vogel, was ich sehr passend finde. Auf dem Pass stand auch noch "Danke für die Unterstützung". Ich denke es ist selbstverständlich, dass man so eine Band wie Saltatio Mortis gerne unterstützt wo man nur kann, denn es kommt viel zurück, wie zum Beispiel eine Prelistening Party. Saltatio Mortis hatte sich einiges einfallen lassen, so gab es neben einem kalten Buffet, welches mich vor dem sicheren Hungertod gerettet hat, auch noch was ganz besonderes zu trinken, denn Tom und Mel, die man von der Drachenschenke kennt, waren angereist und uns mit mittelalterlichen und Gaumenschmeichelnden Flüssigkeiten zu versorgen. Das musste natürlich bis zum Beginn des eigentlichen Prelistenings ausgenutzt werden. Als sich dann alle anwesenden Gäste auf ihren Stühlen niedergelassen hatten, begrüssten Lasterbalk der Lästerliche und Alea der Bescheidene alle anwesenden Gäste und wir Gäste kamen in den exklusiven Genuss ein paar der neuen Stücke zu hören. Zum Beispiel: Uns gehört die Welt - ein eher punkig-rockiges Stück mit eingängigem Refrain, das sofort zum mitsingen animiert. 7 Raben - klingt fast schon etwas düster, aber die Melodie geht einem durch Mark und Bein. Der Spielmannsschur - eine tiefgründiges Lied mit Gänsehauteffekt. Komma - rührt einem fast zu Tränen. An Dro - Dessous le Ponte de Nantes, das neue Stück welches Falk Irmenfried singt. Varulven - das schwedische Stück. Besonders hervorzuheben ist hier das sprachliche Talent von Alea. Einigen Gästen fiel es sichtlich schwer beim hören der neuen Stücke still zu sitzen, die Lieder animieren einem zum tanzen. Nach dem ersten Stück war es einen kurzen Augenblick lang verdächtig still, doch die Stille wurde durch einen tosenden Applaus abgelöst. Lasterbalk und Alea erzählten einige Anekdoten zu den neuen Stücken und zu deren Entstehung. Insgesamt kann man sagen, dass das neue Album sehr rockig ist und die Dudelsäcke wie vollwertige Instrumente eingesetzt werden. Die Melodien sind sehr eingängig und gehen unter die Haut, die Texte bringen einem zu nachdenken und haben den einen oder anwesenden Gast zu Tränen gerührt. Ich denke "aus der Asche" wird um einiges erfolgreicher als "des Königs Henker". Aus den Songs die wir hören durften kann man so was wie eine Kernaussage des Album heraushören: Lebe dein Leben wie du es für richtig hältst, geniesse und zelebriere es, aber achte darauf, dass du niemandem schadest. Die Lieder schreien gerade zu nach leben, trotz einiger sehr, sehr traurigen Stücke. Die Lieder sind insgesamt eingängig und sehr für die breite Masse geeignet. "Aus der Asche" schreit gerade zu nach Erfolg, neuen Fans und einer guten Chartplatzierung. Da sind die Fans wieder dran: Also, alle am 31.08.2007 in die Plattenläden rennen, dann erst mal nur ein Album kaufen und in den darauf folgenden Wochen jeweils eins für Geschwister, Onkel, Tanten, Cousins, Cousinen, Mama, Papa, Oma, Opa und alle anderen Verwandten und Bekannten kaufen. So eine Saltatio Mortis Cd kann man doch jedem schenken, ob derjenige die Musik nun mag oder nicht :)

Das Konzert - Exzess aus Dudelsäcken, Gitarren und Drum
Die Substage ist leider nicht allzu gross, so wurde es doch recht voll und heiss. Das Konzert eröffneten die drei wundervoll anzusehenden und anzuhörenden Herren von Rayneke. Die Füchse kannte man ja schon von den Hallenspectaculi. Die Spielleute versetzten das Publikum in Extase. Rayneke fuchsluderte quasi das Volk und dies nicht allein durch musizieren, auch durch die eine oder andere Ansage mit Witz und Charme Einen besseren Support hätten Samo sich nicht wünschen können, einfach ideal genial Füchse. Die Setliste von Rayneke:

Intro
Rudel
Vulperanto
Göttertanz
Der Ire und der Schotte
Herr Mannelig
Ka-Rotta
Diabolis

Zugabe:
Des Spielmanns Abschied

Wir hoffen noch viel von euch zu hören und zu sehen, denn ihr seid fuchsteufelswild! Rayneke wird übrigens noch ein paar Mal auf dem Spectaculum zu sehen und zu hören sein.

Das bekannte Intro ertönte aus den Boxen und die acht Gutaussehenden, Wohlriechenden und natürlich immer und überall potenten Spielleute von Saltatio Mortis betraten die Bühne. Da Pyrotechnik für das Substage nicht zugelassen war, sorgten die Fans für ein paar Spezialeffekte. Beim ersten etwas langsameren Lied flogen an die 15 Schlüpfer in XL und eine lange Herrenunterhose auf die Bühne. Wenn das mal keine Fanliebe ist. An dieser Stelle Danke an Diome und Kelte fürs organisieren der Liebestöter. Saltatio Mortis spielte ein bunt gemixtes Programm von allen Alben und für jeden Geschmack etwas. Die Setliste von Saltatio Mortis:

Salz der Erde
Falsche Freunde
Heuchler
Spielmannsschwur
Wirf den ersten Stein
Die Hoffung stirbt zuletzt
Uns gehört die Welt
Equinox
Varulven
Sieben Raben
Tritt ein
Cantiga Alhambra
Dessous le Ponte de Nantes
Palästinalied
Mea Culpa
Keines Herren Knecht
Dunkler Engel

Zugaben:
Tote Augen (akustik Version)
Ecce Gratum
Des Königs Henker

Saltatio Mortis spielten sauber und gut, ein besonderes Kompliment an die Herren für das perfekte Spielen der neuen Songs. Das sieht man gern über den einen oder anderen Verspieler hinweg. Das Konzert glich einem einzigen lang andauernden Höhepunkt des Genusses. Ich denke es wird vielen in sehr guter Erinnerung bleiben. Schon allein dadurch, dass ein Grossteil des Fanclubs angereist war, machte das Konzert zu etwas besonderem, die Atmosphäre war fast familiär würde ich sagen. Die Stimmung war wunderbar, das Publikum friedlich und die Fans teilweise vor Freude zu Tränen gerührt. Ich denke jeder der Anwesenden konnte sich mit dem einen oder anderen Lied identifizieren. Durchs Programm führten wie immer Alea der Bescheidene und Lasterbalk der Lästerliche, die sich nichts schenkten und sich gegenseitig, sowie die anderen Bandmitglieder, ordentlich aufs Korn nahmen. Das Publikum wollte Saltatio Mortis am liebsten gar nicht mehr von der Bühne lassen, so gut hat ihnen die Darbietung gefallen. Doch auch das schönste Konzert muss einmal zu Ende gehen und uns erwartete ja noch eine Aftershow Party.

Die Aftershow Party - Stadtrundfahrt mit musikalischer Hintergrundunterhaltung
Wie bekommt man am schnellsten und sichersten eine schwarz gewandete, feiernde, teilweise angetrunkene Meute vom Substage in die Kulturruine? Privatauto - zu gefährlich wegen den teilweise angetrunkenen Damen und Herren. Zu Fuss - zu gefährlich! Anwohner könnten die Gestalten mit Samo in Verbindung bringen und deren guten Ruf ruinieren. Individuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln - zu Unsicher! Nicht alle kennen sich in Karlsruhe aus und manche fahren schwarz. Das sicherste und schnellste Verkehrsmittel heisst hier Sonderfahrt mit einer extra angemieteten Strassenbahn. Während wir uns fragten wo und wann denn nun diese Strassenbahn fährt, bewaffneten Rayneke und Saltatio Mortis sich mit ihren Säcken und Trommeln und traten hinaus auf die Strasse. Die folgende Szene erinnerte an das Märchen des Rattenfängers von Hameln, nur mit dem Unterschied, dass der Rattenfänger aus vielen Spielleuten bestand und ihnen keine Ratten sondern, viele Anhänger von Bums- und Blasmusik (Anm. der Ausdruck stammt nicht von mir, ein Mitglied einer oben erwähnten Band lehrte mich, welche Art von Musik Mittelalter(rock)bands machen) folgten. Über paar Nebenstrassen ging es mit musikalischer Unterhaltung, sehr zum Leid der Anwohner, zur Strassenbahn, welche mit Sonderfahrt angeschrieben war. Ich kann mich nur wiederholen, die armen Anwohner, ich kann die Schlagzeilen in der örtlichen Presse schon vor mir sehen: "Satanistischer Massenauflauf in Karlsruhe! Die örtlich ansässige Band Saltatio Mortis forderte eine Masse von unschuldigen Menschen auf ihnen zu folgen um gemeinsam mit ihnen in satanistischen Stätten (Kult zurück


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aktualisiert: 05.04.2010