[Bilder] Rockharz Open Air 2011 (07.07.-09.07.) Flugplatz Ballenstedt

Kurz und knackig - Ein Abriss über das diesjährige Kultfestival im Harz.

Fans der mittelalterlichen Klänge, die auf Rock- und Metalfestivals gerne mal außen vor gelassen werden, kamen beim diesjährigen Rockharz auf ihre Kosten. Die Veranstalter hatten nebst dem üblichen Musik-Mix Feuerschwanz, Saltatio Mortis, Vogelfrey und als Headliner des Samstagabends In Extremo im Gepäck, welche bereits im Frühjahr mit Fiddler's Green auf Tour waren.

Der Freitag startete für mich mit den Spielleuten von Vogelfrey, früh morgens um 11:20 Uhr. Doch was mussten meine Äuglein sehen? Die planmäßige Öffnung des Festivitätengeländes hatte sich augenscheinlich nach hinten verschoben. Pünktlich erklangen die ersten Töne von "Feenfleisch", die Band kam auf die Bühne und blickte auf ein nahezu verlassenes Gelände. Schließlich stellten auch die Sicherheitsleute fest, dass es sinnvoll wäre das Publikum hinein zu lassen. Songs wie "Belsazar" und "Waffenbruder" heizten dem Publikum mächtig ein... mit "Heldentod" verabschiedete sich die Band und die Meute zog mit "Wir sind Helden"-Rufen davon.

Am Abend gab es dann eine geballte Portion Totentanz auf die Ohren. Das positive Wesen der Spielmannen rund um Saltatio Mortis steckt jeden vor der Bühne sofort an. Aleas dunkle Tenorstimme sorgte bei mir für Dauergänsehaut, was ich mir von den Platten erhofft hatte, brachten sie auf der Bühne wieder einmal zu 100% und mehr. Auch wenn es ein eher ungewöhnlicher Anblick war, die Jungs auf einem 7000-Mann-Festival zu sehen, so brach es der magischen Anziehung ihrer Klänge keinen Zacken ab. Spätestens beim "Spielmannsschwur" rückten alle näher zusammen... "Wir sind wie der Wind, man sperrt uns nicht ein, wild und frei..."

Der nächste Festivaltag begann von meiner Warte aus mit Feuerschwanz, an die ich hohe Erwartungen hatte - ich wurde nicht enttäuscht. Die Musik war topp, der Auftritt glänzte mit Spielmannsfreude und Prinz Hodenherz lies es sich nicht nehmen von der Bühne zu springen und einen riesigen Rockharz-Lindwurm anzuführen. Lieder wie "Wir lieben Dudelsack", "Verteidiger des wahren Mets", "Wunsch ist Wunsch" und "Met und Mietzen" waren natürlich auch mit von der Partie. Mein Highlight war "Hurra, hurra, die Pest ist da" - der Song macht einfach immer wieder Spaß. Die Metmaschine durfte freilich auch nicht fehlen und rollte gegen Ende des Auftritts auf die Bühne.

Headliner des letzten Festivaltages waren In Extremo, die mich wieder einmal mehr mit ihrer furiosen und bombastischen Feuershow überrascht haben. Zu hören gab es viel von der neuen Platte, weder "Spielmannsfluch" noch "Poc vecem"... schade. Trotzdem waren die Mannen um Frontsau Michael solide wie immer und mit viel Spaß dabei!

Bleibt letztlich nur noch so viel zu sagen: Ich bin gespannt auf das Line-Up im nächsten Jahr. Geschadet hat es dem sonst doch eher auf Gothic und Metal fixierten Festival nicht, schließlich gab es mit diesen Bands Anlass zum Tanzen, Spaß haben und diverser Met-Feierei :)

//Kuddl - 29. August 2011

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aktualisiert: 30.08.2011