[Bilder 1] [2] [3] [4] [5] Miroque-Festival, Burg Pyrmont 11.09.2004
Schon seit Monaten freute ich mich auf den 11.09.2004. Denn an diesem Tag hieß es endlich: "Rein in das Gewand und rauf auf die Burg".
Die Sonne verkündete schon mit einem breiten Strahlen, dass dies ein herrlicher Tag werden würde. Nach drei Stunden Autofahrt erhob sich majestätisch und prachtvoll Burg Pyrmont und wartete nur darauf, von all den Festival-Besuchern gestürmt zu werden.
Nach einem kleinen Fußmarsch steil bergauf konnte man die wahre Größe der Burg bewundern. Aus dem Hof lockten schon die ersten köstlichen Düfte gebratenen Fleisches und die ausgedörrte Kehle schrie nach einem kühlen Gerstensaft. Ein sehr schöner und großer Markt bot den Besuchern alles, was das Mittelalter-Herz begehrte.

Gestärkt und erfrischt konnte das eigentliche Spektakel beginnen. Da der Platz, an dem das Konzert statt fand etwas unterhalb der Burg lag, hieß es wieder einen kleinen Spaziergang zurück legen, was aber nicht weiter störte. Denn es herrschte ständig reger Betrieb auf dem kleinen idyllischen Weg.

"Die Irrlichter" eröffneten das Festival mit ihren fröhlichen Melodien aus ihrem aktuellen Album "Elfenhain" und versuchten das noch nicht ganz so muntere Völkchen aufzuwecken. Es dauerte auch nicht lange, da wurde das Gelände immer voller und voller. "Die Irrlichter" hatten saubere Vorarbeit geleistet und konnten guten Gewissens Platz für die zweite Band machen. "Faun", die ich an diesem Tag das erste mal erleben durfte, begeisterte die Zuhörerschaft und hielten diese bei fantastischer Laune. Voller Eifer und Enthusiasmus spielten sie sich in die Herzen der Besucher.
Als Dritte im Bunde und somit die goldene Mitte stürmte "Saltatio Mortis" die Bühne. "Schweinskram" hallte durch Wald und Flur und lockte auch die letzten Marktbesucher zum Ort des Geschehens. Nicht anders als erwartet heizten sie über das Parkett und lieferten einen Auftritt der sich gewaschen hatte.
Langsam verabschiedete sich der Tag und die Sonne verschwand hinter den Wäldern. Mit ihrem Untergang zogen die "Könige der Spielleute" auf. "Corvus Corax" präsentierten ein Konzert allerfeinster Sahne und spielten auf wie es Königen gebührt. Jubelnd, springend und singend brachten sie die Stimmung auf den Siedepunkt und bereiteten so die Gäste auf den Höhepunkt vor. Ein kleiner Tipp am Rande für das nächste Mal: wer einen unglaublich schönen Ausblick genießen möchte, sollte sich bei Anbruch der Dunkelheit ein lauschiges Plätzchen auf der Burgmauer suchen, natürlich mit Blick auf die Bühne , vielleicht noch eine Kerze mitnehmen (für die romantische Stimmung), etwas zu trinken und sich ganz den Klängen hingeben. Die Licht-Effekte, der Sound, die Musiker… nichts verpasst man. Im Gegenteil, ein so herrliches, farbefrohes und intensives Bild bekommt man selten zu sehen.
Doch genug geträumt und geschwärmt… schließlich war man ja zum Feiern da und eine Band hatte ihren großen Auftritt noch vor sich.
Und da kamen sie endlich: der Alptraum aller Spielleute… "Schelmish"!
Sie fegten über die Bretter, die die Welt bedeuten, sie pfiffen und dudelten was das Zeug hält und trommelten sogar die Regenwolken beiseite, die sich langsam aber sicher ihren Weg über Burg Pyrmont suchten. Luzi entblößte in gekonnter Manier seinen Astralkörper (Ich glaube aber, dass keine Besucherin umgefallen ist. Falls doch: bitte berichten ;-) ), und die Feuer-Show schien beim tosenden Volk ebenso gut angekommen zu sein, was das folgende Wunderkerzen-Meer bestätigte. Schade nur, dass die Zeit immer so schnell vorbei ist. So hatten die Schelme nicht einmal Gelegenheit, ihren Auftritt mit "Ring Of Fire" ordentlich zu beenden (aber das nächste mal *zwinker*). Dafür wurden die Fans mit einem gemeinsamen Aufspielen von Schelmish, den Irrlichtern und Saltatio Mortis belohnt.

Wer noch nicht müde und ausgepowert war oder immer noch tanzen und feiern wollte, konnte sich bei der After-Show-Party noch einmal richtig verausgaben und das ein oder andere Abschlussgetränk zu sich nehmen. Nur so nebenbei: der DJ machte seinen Job wirklich sehr gut und wer "Ring Of Fire" beim Konzert vermisste, konnte spätestens zur Party dazu tanzen und mitsingen.

So endete ein gelungener und aufregender Tag, hinterließ bei vielen ein glückliches Lächeln im Gesicht, bei anderen wohl böse Kopfschmerzen, aber sicherlich bei allen wunderbare Erinnerungen.

Zum Schluss nur noch Eines:
Ein riesengroßes Lob an die Veranstalter und Helfer. Obwohl sehr viel Stress und Arbeit hinter diesem Event steckte wurde nie vergessen, dass der "Gast" der eigentliche König ist. Ich hoffe (und die meisten von euch sicherlich auch), dass das nächste Miroque-Festival ein ebensolcher Erfolg wird.

Bettina Pudmensky - 26.9.2004 zurück


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aktualisiert: 05.04.2010