[Bilder] Burgenfest Manderscheid - 28./29. August 2004
Bereits die Fahrt nach Manderscheid, von dem ich bis zum vergangenen Wochenende nur wusste, dass es das gibt, war recht interessant. Klangvolle Namen säumten den Weg zu meinem Ziel: Burg Elz, eine der schönsten vollständig erhaltenen Burgen Deutschlands. Oder auch die Burg Pyrmont, wo übernächste Woche das nächste Miroque Festival stattfinden wird.
Das Burgenfest in Manderscheid, das in diesem Jahr dann auch schon zum 20sten mal stattfand, wird auf der sogenannten Turnierwiese zwischen der Niederburg und der Oberburg abgehalten. Diese Turnierwiese ist ein kleines Tal in einem von hohen Hängen umgebenen Kessel. Ein kleiner Bach, der irgendwann in die Mosel fliessen wird, durchquert die Wiese und macht die Idylle perfekt... jedenfalls beinahe, denn der Schlamm, der dieses Jahr das ganze Gelände verzierte, schuf ein sehr eigenes Ambiente.
Kurz nach meiner Ankunft traf ich dann auch schon auf die ersten bekannten Gesichter, den Dattelschlepper und seine "Holde" sowie beider fleissiges Helferlein, die Sarah. Ich wurde auf der Stelle mit dem Kaffeeautomaten der Niederburg bekannt gemacht, der auch wirklich ein sehr leckeres "Gebräu" lieferte. Meine Begrüssungsrunde fortsetzend traf ich dann noch auf Papageno den Bader, die Ritter und Herolde von den Löwenrittern und hörte schon von Weitem die Spielleute von Poeta Magica und Rabentantz ihr Publikum unterhalten.
Die Stimmung am Samstagabend war anfangs nicht sehr berauschend, wurde aber alsbald durch ein fröhliches Bad im Zuber, zusammen mit Yazmeen der begnadeten Bauchtänzerin und ihrer Freundin Kerstin, sowie durch ein gigantisches Feuerwerk über der Niederburg merklich aufgehellt. Das verregnete Nachtkonzert von Poeta Magica war dann insofern bemerkenswert, als vor der Bühne einige volltrunkene Tänzer im reichlich vorhandenen Schlamm ein heftiges Tanzhappening vollführten.
Einige Liter Silvaner später fand ich mich dann auch so gegen Drei Uhr in meinem Nachtlager wieder.
Am nächsten Morgen wurde ich doch tatsächlich durch einige zaghafte Sonnenstrahlen geweckt und war ab dem Zeitpunkt überzeugt, dass es ein guter Tag werden würde. Ich durfte Recht behalten. Es regnete nicht mehr und so hatte ich dann am Nachmittag Gelegenheit eine wirklich bemerkenswerte Aufführung fotografisch zu dokumentieren: die Löwenritter erzählten in prachtvollen Bildern die Geschichte vom Falkenprinzen. Dabei wurde alles aufgeboten, was die versammelten Akteure zu bieten hatten: eine spannende Story, spektakuläre Schaukämpfe zwischen Kreuzrittern und Mauren, rassige Pferde, ein wunderschöner Falke namens Adonis, eine Boa Constrictor genennet "Rani", aufregende Wettkämpfe, sogar der Gott Horus höchstselbst und natürlich die ewige Geschichte des Kampfes zwischen Gut und Böse. Zum Glück siegte auch dieses mal wieder das Gute. So konnte ich dann am späten Nachmittag mit reicher (Bilder-) Beute und guter Laune den Heimweg antreten...
Ich glaube fast, ich würde mir das trotz sehr nachhaltiger Schlammreste auf meiner Gewandung im nächsten Jahr wieder antun!

Herb 31.8.2004 zurück


[Home] [Mittelalter] [Fantasy] [Konzerte] [Berichte] [Impressum]

© 1996 - 2017 Herb Jung
aktualisiert: 05.04.2010