Live Bericht: Faun - Altes Theater Magdeburg 1. November 2013

Die Open Air Saison ist vorbei aber unsere fleißigen Faune gönnen sich keine Ruhe - gleich Ende Oktober startete die Club-Tour zu ihrem jüngsten Album "Von den Elben". Als dritter Termin wurde Magdeburg angesteuert, allerdings nicht wie gewohnt die schöne Festung Mark, sondern dieses mal das Alte Theater am Jerichower Platz.

Als Vorband begleiten sie in diesem Jahr Jyoti Verhoeff und Maya Fridman aus den Niederlanden, die mit ihrer Kombination von Piano, Cello und zauberhaften Zeilen den musikalischen Abend einläuteten. Ihre Musik ist, wie Oliver schreibt, im wahrsten Sinne des Wortes "magical".

Gefühlte zwanzig Minuten später wird es dunkel auf der Bühne, in grünem Flackerlicht treten Niel, Oliver, Rüdiger, Stephan, Fiona und Katja auf die Bühne. Nach kurzem Intro ertönen die Klänge des "Von den Elben"-Openers "Mit dem Wind". Es folgen "Diese kalte Nacht", die neue Version von "Andro" und das wunderschöne Lied "Alba" vom Eden-Album, das Frontsänger Oliver S. Tyr mit den Worten "Auf jeden Winter, auch auf den inneren, folgt ein neuer Frühling" ankündigt. Es folgen weitere Songs vom Eden-Album, wie "Zeitgeist" oder "Iduna".
Auch ältere Songs durfte das Publikum zu hören bekommen - "Iyansa" vom Renaissance-Album versetzt wie eh und je in Trance-artige Zustände, bis man völlig von diesen Klängen durchdrungen ist. Nun soll auch die Kooperation mit Greenpeace auf der Tournee thematisiert werden: Oliver spricht sich im Namen der Band für den Umweltschutz aus und appelliert: "Man kann auch einen anderen Weg gehen als den der Zerstörung". Anschließend spielen sie einen ganz neuen Song, der den wundervollen Titel "Hymne der Nacht" trägt. Beim Publikum kommt dieser gut an.
Der Titel "Pearl" offenbart ein mal mehr Katjas wundervolles Stimmvolumen, Rüdiger legt ein kurzes Trommelsolo ein und zum Schluss harmoniert Katjas Stimme perfekt mit Fionas - ein Traum. Zum ersten mal habe ich auch "Welche Sprache spricht dein Herz", das in Zusammenarbeit mit Subway To Sally entstanden ist, live gehört. Die offiziell letzten Klänge gehören zu der spanischen Liebesballade "Tinta".
Als Zugaben geben sie "Wind und Geige", "Hymn to Pan" und sehr unerwartet den Titel "Zwei Falken" vom Totem-Album in einer bisher ungekannten Variante mit Jyoti und Maya zum Besten.

Mein Fazit dieses Abends: Trotz Tour zum neuen Album wurden auch wundervolle ältere Songs gespielt, so war auch für die Fans der früheren Alben einiges dabei. Die Vorband ergänzt den Haupt-Act perfekt - seit langem mal wieder ein Opener, von dem ich mir eine CD kaufen werde.
Leider durfte ich an dem Abend auch negative Erfahrungen machen, da Einzelpersonen mit ausländerfeindlichen Kommentaren negativ auffielen und das Konzert als "deutsche Veranstaltung" titulierten. Ob ihnen aufgefallen ist, dass auch Faun nicht nur deutsche Texte haben? Solche Personen bilden in Zukunft hoffentlich weiterhin die Minderheit oder bleiben besser ganz weg, denn diese haben auf so einem wundervollen Konzert absolut nichts zu suchen.

von Kuddl am 04.11.2013

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aktualisiert: 05.11.2013